F. Burmeister, Barbara Gräfin von Bothmer, C. Mark und Hubertus Graf von Bothmer

Zunächst, die Diplomarbeit hat eine Vorgeschichte, die nicht nur für das Diplom sondern auch für alles weitere maßgeblich war und ist und aus diesem Grunde hier vorangestellt ist.

Das während des Innenarchitekturstudiums an der Hochschule Wismar gewählte Wahlpflichtfach Altbausanierung / Denkmalpflege beinhaltete, ein Gebäude für eine Schadens- und Bestandsanalyse auszuwählen. Mehr zufällig als geplant standen Frank Burmeister und Christine Mark vor Schloss Bothmer und entschieden sich spontan, dieses Objekt im Rahmen der Aufgabenstellung näher zu untersuchen.
Die Bearbeitungszeit zog sich annähernd ein Jahr hin, das nicht geplant war, jedoch offenbarte, warum der betreuende Professor zunächst mehrfach von der Bearbeitung dieser 13-teiligen Gebäudeanlage abgeraten hatte. Die Größe und Vielschichtigkeit der Schloss- und Parkanlage, eine eher fragmentarische Quellenlage und widersprüchliche Angaben in vorhandenen Veröffentlichungen erschwerten eine kurzfristige Bearbeitung.

Je länger die Forschungsarbeit jedoch dauerte, desto mehr Material tauchte auf und Informationen ließen sich besser zu- und einordnen. Jetzt, wo nach schwierigem Einstieg gerade die Erkenntnisse und Vertrautheit zu wachsen begannen, war schwer daran zu denken, das bisher Entdeckte einfach zu den Akten zu legen. Die Idee, die Bearbeitung im Rahmen des Diploms fortzusetzen, fand Unterstützung von zwei Professoren, Prof. em. Architekt Guido Spütz und Dr. der Kunstgeschichte Susanne Deicher, Professorin für Kunst- und Kulturgeschichte, Ästhetik, Architektur- und Designtheorie, aus dem eigenen Fachbereich Innenarchitektur, die sich während einer gemeinsamen Autofahrt sofort anboten, dieses Vorhaben zu betreuen.
Das es sich letztlich um ein Diplombuch handeln würde, kristallisierte sich erst im Laufe der Bearbeitung heraus.

Das Zeitlimit von einem viertel Jahr für die Auseinandersetzung mit dem Diplomthema einzuhalten, erleichterte die Einbindung von Teilen der im Studium erstellten Bestandsanalyse. Weit schwieriger war es jedoch, einen „Roten Faden“ zu erstellen, an dem die Informationen aufgereiht über die Geschichte der Schlossanlage, die Bewohner oder die Ereignisse nachvollziehbar Auskunft geben.

Der Bedeutung dieses Gebäudeensembles und den fehlenden Sanierungsmaßnahmen Rechnung tragend, fiel von unserer Seite die Entscheidung, die Diplomvorstellung öffentlich bekannt zu geben. Zur Diplomverteidigung im März 2006 wurden eine Ausstellung mit Fotografien im Format von 50 x 50 cm, die Präsentation zum Diplom und ein barocken Eindrücken nachempfundenes Büfett vorbereitet.
Impressionen davon finden sich in der Fotogalerie.